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Montag, 30. April 2012

Und noch eine Steuererklärung

Juhu endlich mal wieder ein Blogpost auf unserem alten Schwedenblog. Einige von euch wissen ja, dass wir im letzten Jahr nach Norwegen umgezogen sind. Ich habe im März 2011 eine Stelle in Tromsø angefangen. Nadine ist im Mai nachgezogen. Unser Haus haben wir im April 2011 verkauft. Natürlich hat sowas steuerliche Konsequenzen, vor denen man sich auch im Ausland nicht verstecken kann. Einige staatliche Institutionen in Norwegen und Schweden arbeiten extrem effektiv zusammen. Bereits einige Tage nachdem ich mich in Norwegen beim Einwohnermeldeamt registriert hatte, kam Post von schwedischen Finanzamt, dass ich dort jetzt steuerlich abgemeldet sein - wow. Eigentlich hatte ich das damals nicht so geplant, aber gut. Wenn ihr aus Schweden wegzieht, ist es wichtig, dem Skatteverket immer eure aktuelle Adresse mitzuteilen (SKV7842). Sei es wegen steuerlicher Dinge, Rentenbescheide usw.

Nach dem Verkauf einer Immobilie in Schweden, müsst ihr im Folgejahr euren Gewinn oder Verlust deklarieren, unabhängig davon ob ihr noch in Schweden wohnt oder nicht. Man kann sich irgendwie davor drücken, wenn man sofort eine neue Immobilie in Schweden kauft. Das ganze läuft dann unter "Uppskov" in den Formularen vom Finanzamt. Ich habe mich damit aber nicht beschäftigt und gehe hier nicht weiter darauf ein.

Der Stein kommt im Folgejahr ins rollen, da die Makler in Schweden dazu verpflichtet sind von ihren Kunden, für die sie Immobilien verkauft haben, eine Gewinnberechnung einzufordern. Unsere Maklerin hat mich dazu am 30. Januar 2012 kontaktiert und mir ein vorausgefülltes Blankett der Svensk Fastighetsförmedlingen geschickt. Dort waren bereits alle Informationen zum Kauf, Verkauf, Eintragungskosten im Grundbuch usw. ausgefüllt. Was fehlte war eine kurze Aufschlüsselung unserer Kosten für Umbau und Verbesserungen im Haus. Die Kosten hierfür könnt und solltet ihr verwenden, um euren Gewinn zu schmälern und weniger Steuern zu bezahlen. Ich habe mit Bedacht alle Quittungen und Rechnungen aus Baumärkten und Fachgeschäften aufgehoben. Dadurch war es relativ einfach, die Kosten für die einzelnen Arbeiten zusammen zu rechnen. Man sollte dazu unbedingt diese Broschüre lesen. Normalerweise soll man die Arbeiten allerdings gruppieren, so dass man im Jahr zwei bis drei größere Punkte angeben kann in einer Größenordnung von "Küche umgebaut", "Bad gefliest und neue Sanitäranlagen installiert" oder "Wohnzimmer renoviert". Da ich das vorher aber nicht wusste, war es nun etwas mühselig die einzelnen Quittungen den jeweiligen Umbauarbeiten und Verbesserungen zuzuordnen. Ich würde euch empfehlen alle Quittungen und Rechnungen bereits dann zusammen zu heften, wenn ihr Verbesserungs- oder Umbauarbeiten im Haus ausführt.

Jedenfalls kamen wir in unseren zwei Jahren auf Ausgaben für Umbau und Verbesserungen von 65.000 SEK. Alles belegbar natürlich. Genau so hoch waren übrigens unsere Maklerkosten, die man auch vom Gewinn abziehen kann. Ich denke der Betrag klingt plausibel, so dass ich nicht mit einer Kontrolle rechne. Sicherlich würde das schwedische Finanzamt bei einer genauen Prüfung ein paar Belege bzw. einzelne Posten finden, die man nicht ansetzen darf - aber gut. Da wir immer noch einen Gewinn deklarieren, für den 30% Steuern gezahlt werden, denke ich das wir nicht ins Visier vom Skatteverket geraten. Glücklicherweise habe ich, wie oben angesprochen, nur Januar und Februar 2011 in Schweden gearbeitet. Da die Berechnungen der Lohnsteuer natürlich von einem kompletten Arbeitsjahr ausgehen, bekomme ich einen relativ hohen Betrag Einkommenssteuer zurückerstattet. Diese Rückzahlung wird nun einfach mit der Gewinnsteuer aus dem Hausverkauf verrechnet. Plus-Minus müssen wir an das schwedische Finanzamt zahlen.

Noch ein paar Worte zu den Fristen. Wenn ihr es vorschriftsmäßig machen wollt, dann muss die "Kapitalvinstberäkning" bis Anfang Februar von eurem Makler erstellt und an euch übergeben sein. Im Falle eines Gewinns sollten alle Beträge die 20.000 SEK übersteigen bis zum 12. Februar auf euer persönliches Konto beim Skatteverket eingezahlt werden. Ansonsten werden euch später Verzugszinsen auf diese Summe berechnet. Bis zum 2. Mai müsst ihr dann eure Steuererklärung und das Formular K5 Försäljning av Småhus (basierend auf der  Kapitalvinstberäkning vom Makler) eingereicht werden. Achtung, die Steuererklärung ist zwar wie gewohnt vorausgefüllt, allerdings müsst ihr auf dem Vordruck selbst die Felder 65 (bei Gewinn) oder 85 (bei Verlust) ausfüllen. Zum 2. Mai müssen dann auch die verbleibenden 20.000 SEK an das Finanzamt gezahlt werden. Ich habe mir die Verzugszinsen angeschaut, die aktuell bei lediglich 1% liegen. Daraufhin habe ich beschlossen noch gar nichts an das Skatteverket zu bezahlen und auf meine Abschlussrechnung zu warten. Solange liegt das Geld auf einem Sparkonto welches mir jeden Monat über 2% Zinsen einbringt. Alle, die nicht mehr in Schweden wohnen, erhalten die Abschlussrechnung vom Skatteverket erst im Dezember.

Kommentare:

  1. Schade, dass du den Link zum Norwegenblog nicht schon vorher hier erwähnt hattest - oder hatte ich ihn verpasst? Ich hatte mich schon gefragt, ob ihr von dort aus auch bloggt.

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  2. Hallo Fabian, leider habe ich auf dem anderen Blog nicht soviel geschrieben in letzter Zeit. Im Moment stehen die Zeichen auch wieder auf Umzug, mal schauen welcher Blog dann reaktiviert wird :)

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