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Donnerstag, 15. Januar 2009

Skigebiete um uns herum

Da wir ja jetzt das Snowboarden für uns entdeckt haben, interessieren wir uns natürlich auch dafür, wo man so aufs Brett steigen kann. Anfang Januar hat dann der Hammarby Backen aufgemacht. Von dem hatten wir letztes Jahr schon erfahren, es aber nie hingeschafft.

Also haben wir uns kurz nach der Eröffnung aufgemacht, um mal einen Blick drauf zu werfen. Unser erster Eindruck, sehr steil. Also noch nichts für uns. Schade eigentlich.

Aber dann entdeckten wir etwas. Wir schauen ja immer über eine Webcam wie es so in Romme aussieht und wie voll es an welchen Tagen ist. Auf dieser Webcam-Seite kann man dann alle Webcams von vielen Skigebieten anschauen und so haben wir Flottsbro und Väsjöbacken entdeckt.

Flottsbro liegt in Huddinge und ist damit in unserer Kommune. Wir waren letztes Wochenende mal da und haben es uns angeschaut. Es ist wesentlich besser, denn es ist nicht so steil. Auch die Masse an Leuten ist zu ertragen, denn es sind nicht so viele. Und bei Öffnungszeiten in der Woche von 10:00 bis 22:00 Uhr und am Wochenende von 9:00 bis 18:00 Uhr ist es doch ideal um in der Woche am Abend mal etwas üben zu gehen.

Zum Väsjöbacken haben wir es noch nicht geschafft. Dies liegt in Sollentuna und hat in der Woche von 11:00 bis 22:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 bis 18:00 Uhr auf.

In Flottsbro, Hammarby Backen und Väsjöbacken kann die Ski- oder Snowboardausrüstung ausgeliehen werden.

Unser Favorit ist aber immer noch Romme Alpin. Ist zwar weiter weg, aber es ist immer wie ein kleiner Urlaubstag.

Sonntag, 11. Januar 2009

Hitta.se bringt Stockholm als 3D Luftbild

Wenn wir hier in Schweden nach einer Adresse suchen, nutzen wir eigentlich immer Google Maps oder Eniro. Eine andere schwedische Webseite, die ähnliche Dienste anbietet, ist hitta.se. Kurz vor Weihnachten letztes Jahr, hat Hitta eine neue Funktionalität bereitgestellt, die ich immer wieder beeindruckend finde. Das Stadtgebiet von Stockholm wurde komplett digitalisiert und kann als plastisches 3-D Modell aus der Luft betrachtet werden. Das ist ja an sich eigentlich nichts Besonderes mehr. Google Maps bietet Satellitenansicht und Streetview. Eniro hat ebenfalls eine Draufsicht von oben. Von der Qualität der Darstellung und der Echtheit, setzt hitta.se meiner Meinung nach aber neue Maßstäbe.

Heute mussten wir zu einer Adresse in Saltsjöbaden fahren und konnten uns vorher die komplette Umgebung und das Haus dreidimensional ansehen. Wer noch nie in Stockholm war und schon immer mal wissen wollte, wie es im Skansen aussieht oder ob es neben der Globen Arena Parkplätze gibt - so könnt ihr es rauskriegen:

Geht auf hitta.se. Gebt bei „Vad söker du“ (Was suchst du) einen bekannten Begriff wie „Skansen“ ein. Alternativ könnt ihr auch bei „Var“ (Wo) eine genauere Adresse wie „gullmarsplan, stockholm“ eingeben. Die Kartenansicht wird geladen. Darüber seht ihr einen Link „3D“ mit einem kleinen roten „Ny“ (Neu) daneben. Wenn ihr draufklickt, öffnet sich ein kleines Popup Fenster, in dem ihr die Checkbox an- und dann auf „Vidare“ (Weiter) klickt. Die 3D Ansicht lädt sich. Mit „Zooma in“ und „Zooma out“ könnt ihr zoomen, mit „Luta Karten“ ändert ihr den Winkel. Der Rest ist selbsterklärend. Die Ansicht ist auch komplett mit der Maus steuerbar. Probiert alle Maustasten aus, auch die mittlere Maustaste könnt ihr gedrückt halten. Ausprobieren und Cool finden. Hier arbeite ich übrigens in 3D Ansicht. Eine Funktion wie Google Maps Streetview ist "Gatubild". Auf dem Bild schaut ihr genau die Klarabergsviadukten runter auf unser Büro.

Ungewöhnlich übernachten in Stockholm

Für Stockholm Besucher, auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeit, hat die Stadt auf jeden Fall einiges zu bieten. Die neuste „Sehenswürdigkeit“ öffnet am 15. Januar ihre Flugzeugtüren. Rund 500 Meter vom Flugplatz Stockholm-Arlanda entfernt, können Stockholm Reisende und Einheimische dann in einem umgebauten Jumbo Jet vom Typ Boeing 747-200 übernachten. Das Flugzeug war mir bereits im letzten Oktober aufgefallen. Es befindet sich aus Stockholm kommend, rechts von der Autobahn kurz vorm Flugplatz und ist definitiv nicht zu übersehen.

Die Boeing 747-200 wurde 2002 außer Dienst gestellt, als die schwedische Airline Transjet Pleite ging. Seit Ende Dezember können online Zimmer zur Übernachtung gebucht werden. Ab Januar geht es los mit den ersten Gästen. Es gibt 25 Räume unterschiedlicher Kategorien und insgesamt 85 Betten. Wie in Hostels nicht unüblich, werden einige Räume mit anderen geteilt. Es können aber auch private Räume gebucht werden. Ausgefallen ist die so genannte Cockpit Suite. Vom „Pilotenbett“ aus, bietet sich die beste Aussicht über das Flughafengelände. In den Zimmern gibt es Fernsehen, kostenloses Internet über WLAN und eine Dusche. Toiletten befinden sich auf dem Gang und werden mit anderen Hostel Gästen gemeinsam benutzt. Das private Doppelzimmer gibt es ab umgerechnet 120 Euro pro Nacht, einzelne Betten können ab 35 Euro gebucht werden.

Eine andere Übernachtungsmöglichkeit, die es bereits in die meisten Reiseführer über Stockholm geschafft hat, ist das Långholmen's Hostel. Långholmen ist eine kleine Insel direkt im Stockholmer Südwesten und kann vom Stadtteil Södermalm aus erreicht werden. Das Hostel wurde in einem ehemaligen Gefängnis eingerichtet. Die Zellen im Gefängnisblock wurden komplett renoviert und zu 2-4 Bett Zimmern umgestaltet. Übernachtet wird einfach. Das Gefängnisambiente ist definitiv spürbar, spätestens beim gemütlichen Kaffee im Hof. Dort sitzt man in den ehemaligen Außengang Separees der Insassen. Der Ur-Großvater eines Arbeitskollegen soll (nach dessen Aussage) angeblich in Långholmen eingesessen haben. Das private Einzelzimmer kostet rund 55 Euro, Betten in der gemeinsamen Zelle gibt es ab 23 Euro. Dafür gibt es echte „schwedische Gardinen“. Der Ausdruck stammt übrigens daher, dass Schweden früher einer der größten Eisen Lieferanten war und viele Gefängnisgitter in Europa aus schwedischem Eisen hergestellt sind.

Der letzte Übernachtungstipp ist inzwischen kein wirklicher Geheimtipp mehr. Das „Red Boat Hotel und Hostel“ liegt im Stockholmer Zentrum vor Anker - rund 200 m vom U-Bahnhof Slussen entfernt. Zwei Schleppkutter aus dem Gotakanal wurden miteinander vertaut und zum Übernachten auf dem Wasser umgestaltet. Eines der beiden Schiffe stammt bereits aus den 20'ziger Jahren des letzten Jahrhunderts. „The Red Boat“ sollte eigentlich um 1970 verschrottet werden, wurde dann glücklicherweise aber von einem Deutschen entdeckt und zum Hostel gemacht. Einzelzimmer gibt es ab 45 Euro, Betten ab 23 Euro. Von Slussen aus sind es übrigens nur wenige Meter bis in die Stockholmer Altstadt (Gamla Stan). Wer dort im Glenfiddich Warehouse, oder einer anderen der zahlreichen kleinen Bars, den Abend ausklingen lässt, muss nur wenige Meter nach Hause wanken um ins Bett zu fallen.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Wischwasser tanken

Gestern waren wir kurz unterwegs und haben mal eben kurz an unser Statoil Tankstelle in Skogås angehalten. Reik ging rein und ich blieb draußen im Auto. Dann habe ich sie entdeckt, die etwas andere Zapfsäule.

An der Statoil Tankstelle und an mehren anderen Tankstellen von Statoil kann man wirklich Wischwasser tanken. Es ist eine kleine blaue Zapfsäule mit der Aufschrift "Spolarvätska". Echt lustig, denn so etwas habe ich vorher noch nie gesehen. Aber wer tankt denn auch Wischwasser. Keiner weiß wie es wirklich gemischt ist.

Aber im Endeffekt ist es doch eine nette Idee. Sollte es an allen Tankstellen geben. Mal sehen ob wir das nächste Mal, wenn wir unser Auto wieder sagt: "Wischwasser leer" nicht mal dort halten und es einfach auftanken. Mittlerweile habe ich auch erfahren, dass man das an manchen Selbstwaschboxen in Schweden ebenfalls tanken kann.

Sonntag, 4. Januar 2009

Eishockey im Hovet


Schweden und Eishockey gehören für mich zusammen wie Fussball und Deutschland. Eine Eishockeypartie live in Stockholm zu sehen, war immer etwas, worauf ich mich lange gefreut habe. Dank meiner Firma, die Ende letzten Jahres einen Firmen-Event im Hovet organisiert hatte, konnte ich bereits 2008 ein Spiel von Djurgården IF live und in Farbe verfolgen. Dummerweise für mich, habe ich mir in unserer Abteilung bereits den Ruf als Eishockey-Geek erarbeitet, was nicht zuletzt daran liegen könnte, dass ich an den meisten Tagen mit Shirts diverser NHL Teams im Büro erscheine. Der Icehockey Event bei Bwin wurde mit Bier, Pizza und einer 30-minütigen Powerpoint Präsentation von mir über Eishockey und die wichtigsten Regeln eingeläutet. Schon irgendwie paradox, einem Deutschen die Aufgabe zu übertragen, knapp 30 Schweden etwas über Eishockey zu erzählen - aber es lief super.

Anschliessend gab es First-Class Eishockey aus der Elitserien in der allerdings spärlich besetzen Hovet Arena. Gestern Abend war es dann zum zweiten Mal soweit. Nadine und ich hatten Lust ein weiteres Game live zu schauen. Dummerweise hatte meine erste Partie gegen Timrå, die an einem Montagabend gespielt wurde, den Eindruck erweckt, dass es nur wenig Interesse der Stockholmer an ihrem Team gäbe und man leicht Karten bekommen könne. Das ist an einem Samstag aber definitiv nicht der Fall! Unsere Karten kauften wir gegen 14 Uhr direkt an der Kasse vor Ort am Globen, um anschliessend noch einmal schnell nach Hause zu fahren. Das Spiel sollte erst um 16 Uhr beginnen. Es ist ratsam mindestens eine halbe Stunde vor Spielbeginn am Hovet zu sein. Obwohl es auf der anderen Seite der Autobahn 73 genügend bezahlte Parkplätze gibt, ist es an einem Samstag sehr schwer dort einen freien Platz zu finden. Wir waren nicht nur zu spät losgefahren, sondern mussten auch noch recht weit durch die Kälte laufen, da es nirgends mehr Parkmöglichkeiten gab. Etwas verspätet, beim Singen der schwedischen Nationalhymne kamen wir am Hovet an. Die Arena war bis auf den letzten Platz ausverkauft! Angesichts des letzten Tabellenplatzes in der Elitserien finde ich das echt bemerkenswert. 8.000 Besucher ist zwar nichts, was sich mit den 14.000 Fans in der neuen O2 World der Berliner Eisbären messen kann, für Stockholmer Verhältnisse aber trotzdem beeindruckend.

Der Gegner von Djurgården war an diesem Abend HV71, der Tabellenzweite aus Jönköping. Obwohl das Spiel mit 1:2 verloren wurde, war es wieder ein Erlebnis. Die Fankurve ist gigantisch, es wird die ganze Zeit über in starker Lautstärke gesungen und gegröhlt. Unsere Plätze lagen im Block A21, das ist direkt am Ende der geraden Seite des Eises, rechts von der Fankurve. Der Vorteil der Blöcke A21 oder A10 sind die günstigen Kartenpreise. Die Sitzplätze liegen noch fast auf der geraden Seite, auf der man alles sehr gut sieht und nicht die höheren Preise der Premiumseats bezahlen muss. Eine Karte kostet rund 20 Euro, entspricht also Eisbären O2 World Niveau. In der Fankurve ist es billiger, aber auch lauter. Gut sehen kann man ab Reihe sechs oder sieben würde ich sagen. Weiter unten könnte das Plexiglas etwas stören.

Der Hammer wartet auf uns aber im Herbst. Wie in den letzten Tagen durchgesickert ist, wird die NHL auch in diesem Jahr ein Eröffnungsspiel im Globen durchführen. Das ganze ist noch nicht 100% sicher, aber die Zeichen verdichten sich. Angeblich sollen die Detroit Red Wings gegen die Blues aus St. Louis spielen und das wäre wirklich der Kracher. In beiden Teams spielen fast 10 schwedische Spieler der absoluten Weltspitze. Stimmen die Gerüchte, dann darf sich Stockholm auf Zetterberg, Lidström & Co. freuen. Bereits im letzten Jahr hatte die NHL im Oktober die Teams aus Ottawa und Pittsburgh zum Saisonbeginn gegeneinander in Stockholm antreten lassen. Die Tickets wurden ab Anfang Februar verkauft und ich hatte erst zu spät davon erfahren. Wie erwartet waren alle Karten nach wenigen Minuten ausverkauft und, nachdem ich endlich davon Wind bekommen hatte, nur noch zu Wucherpreisen aus zweiter Hand erhältlich. Diesen Fehler werde ich in diesem Jahr nicht noch einmal machen. An dem Tag, an dem die NHL Tickets verkauft werden, stehe ich früh um 6:00 Uhr am Globen!

Donnerstag, 1. Januar 2009

Neues Jahr, neuer Hund

Nun wohnen wir etwas über ein Jahr hier und ein Job hat sich für mich noch nicht richtig ergeben. Aus diesem Grund kümmere ich mich ja um Boston und verdiene mir etwas Taschengeld dazu. Nun habe ich auf Grannar.se einen neuen Hund gefunden.

Maggan, eine kleine weiße Jack Russel Terrier Dame. Sie ist 4 Jahre alt und gar nicht wie Boston. Ihre Besitzer suchten jemanden, der mit ihr ein mal am Tag für eine Stunde rausgeht und da habe ich einfach mal hingeschrieben.

Am Montag war ich dann zum „Vorstellungsgespräch“ und konnte Maggan gleich mit ein paar Leckerlies von Boston bestechen. Ich interessierte sie eigentlich gar nicht, dafür aber meine Hosentasche. Sie scheint ruhiger zu sein als Boston, also was ganz anderes.

Das heißt aber nicht, dass Boston nicht mehr kommt. Er muss dann schnell hier warten, während ich mit Maggan gehe. Maggan mag nämlich nur große Hunde und keine Kleinen, was also zu einem Problem führen könnte. Da Boston aber schon öfter mal eine Stunde hier allein bleiben musste, geht es also. Er ist ja schließlich danach mit seiner Runde dran.

Mit Maggan und Boston verdiene ich mir so wenigstens etwas Taschengeld dazu. Jedenfalls bis ich einen Job bekomme, dann heißt es wohl Abschied nehmen von beiden und das wird dann nicht leicht. Da wir uns aber mit Bostons Besitzern schon angefreundet haben, sehen wir ihn auf jeden Fall wieder. Aber bis dahin, genieße ich die Zeit mit beiden Hunden einfach.

Frohes neues Jahr!

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr und hoffen, jeder ist gut reingerutscht. Wir haben es uns hier gemütlich gemacht und mit einem Glas Pommac pünktlich um 12 Uhr angestoßen. Komischerweise, aber Glück für uns, haben sich sehr viele Nachbarn dazu entschlossen, es dieses Jahr richtig krachen zu lassen und so konnten wir kostenfrei ein richtig gutes Feuerwerk genießen. Wir sind also gut reingerutscht.

Heute Mittag haben wir uns dann für einen kleinen Ausflug entschieden und sind mal eben schnell nach Vidja in Huddinge gefahren. Nicht weit weg und schön. An dem See kann man im Sommer bestimmt schön baden, auch wenn wir keine offizielle Badestelle gefunden haben. Trotzdem sind wir auf den See gegangen, denn er ist zugefroren. So wie alle in unserer Umgebung. Dank der eisigen Kälte, die seit Weihnachten hier herrscht, konnten die Schweden und wir über den See schlittern. Es war eine Menge los auf dem See, denn die Schweden haben ihre Schlittschuh heraus geholt und sind damit übers Eis gebrettert. Wir sind dagegen nur mit Schuhen geschlittert, aber es war trotzdem lustig. Nur die Geräusche, die das Eis so von sich gibt, sind etwas merkwürdig.