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Montag, 14. Februar 2011

Landskampen von drüben aus

Wie vor einer Weile geschrieben, endet meine aktuelle Anstellung in 14 Tagen. Die letzten drei Jahre hatten Höhen und Tiefen. Für mich heisst es dann Ende Februar nicht nur "Bye Bye Bwin" sondern auch "Bye Bye Schweden" - für eine Weile zumindest. Wir haben uns dazu entschlossen, noch einmal weiter zu ziehen, ins Nachbarland Norwegen. Am 1. März beginnt meine neue Stelle als Server Developer bei Electronic Arts (Playfish) in Tromsø. Das liegt verdammt weit im Norden, innerhalb des Polarkreises, zirka 1600 km nördlich von Stockholm. Ich werde zunächst alleine dort oben wohnen, Land und Leute auschecken und (ganz im Sinne des Wortes Probezeit) probehalber dort oben arbeiten. Nadine wird dann, wenn alles nach Plan läuft, im Juni nachkommen wenn wir unseren grossen Umzug machen.

Es gibt mehrere Gründe warum wir nach Tromsø ziehen. Hauptsächlich ist Electronic Arts natürlich eine super Adresse für einen alten Videospieler wie mich. Auch im Lebenslauf macht sich die Firma nicht schlecht. Meinen Arbeitsvertrag konnte ich sogar direkt in Stockholm abholen, wo Electronic Arts ein Büro mit 300 Mitarbeitern unterhält und von wo aus quasi ganz Skandinavien aus gemanaged wird. Neben den Entwicklungsstudios in Stockholm (DICE, Easy) und Tromsø (Playfish) gibt es noch zwei kleine Büros in Oslo und Kopenhagen. Das Büro in Stockholm am Slussen, hat wirklich eine super Lage mit Aussicht über die ganze Stadt. Die nette Dame von der Personalabteilung führte mich überall rum. Zur Zeit arbeiten fast alle Mitarbeiter an Battlefield 3, einem ziemlich wichtigen Titel für EA. Ich war über eine Stunde dort und wir haben uns überraschend gut in Schwedisch unterhalten. Die drei Jahre in Schweden haben sich in dieser Hinsicht bezahlt gemacht.

Der zweite Grund nach Norwegen zu gehen, ist natürlich das Geld. Ich bekomme zirka 50% mehr Gehalt als in Schweden. Es gibt ausserdem einige Steuerfreibeträge, die es in Schweden nicht gibt. Auf der anderen Seite ist das Leben in Norwegen allerdings deutlich teurer als in Schweden. Lebensmittel, Mieten, Autos kosten viel mehr. Bleibt abzuwarten ob und wieviel Geld am Ende über bleibt. Der letzte Grund zum Auswandern vom Auswandern, ist das Abenteuer. Die ersten Wochen, Monate - das erste Jahr nimmt man als Auswanderer sehr intensiv wahr. Neue Kultur, neue Sprache, neue Menschen. Ich kann mich noch heute an viele Tage im ersten Jahr unseres Auswanderns nach Schweden erinnern. Leider kehrt irgendwann der Alltag zurück. Irgendwann hat man sogar vergessen, dass man in einem anderen Land lebt und das alle Menschen auf der Strasse eine andere Sprache sprechen. Irgendwann ist es halt zu deinem Leben geworden. Ich hätte es nicht besser schreiben können, als Fabian auf seinem Blog: "Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass die Motivation, Schweden zu erkunden, bei mir seit meinem Umzug hierher erheblich abgenommen hat. Wenn man in Deutschland lebt, ist der Schwarzwald schließlich auch nicht so spannend."

Ein Teil von uns hofft also auf neue spannende Abenteuer in Norwegen. Ich bin jedoch realistisch genug zu sehen, dass Tromsø etwas zu weit im Norden liegt und nichts für immer ist. Von November bis Januar sieht man die Sonne dort nicht und es wird definitiv eine Umstellung aus einer Millionen Stadt in eine 70.000 Einwohner Stadt zu ziehen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir Stockholm nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Kommentare:

  1. Hallo Ihr zwei,

    das sind ja überaschende Neuigkeiten. Norwegen ist sicherlich immer eine Reise wert, aber so weit im Norden würde ich wohl auch nicht dauerhaft wohnen wollen. Naja, aber ein Abenteuer wird's definitiv werden...

    Ich wünsche Dir, Reik, den Erfolg, den Du Dir davon versprichst, und Euch beiden, dass Eure Beziehung diese Phase des getrennt-Lebens gut übersteht.

    Alles Gute!

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  2. Danke für die Verlinkung!

    Dunkel ist es da oben in der Tat, aber für derartige Breitengrade bemerkenswert warm. Die Temperaturen sinken dort praktisch nie unter -12°C, was immerhin deutlich wärmer ist als Stockholm.
    Ich denke, es ist in vieler Hinsicht die "sanfteste" Art, nochmal einen Ortswechsel außerhalb Schwedens oder Deutschland zu machen. Die norwegische Sprache ähnelt dem Schwedischen ja sehr. Leider ist es aber anscheinend etwas aufwändiger, weil Norwegen nicht in der EU ist, was Führerscheintausch, Verzollung von Umzugsgütern und so nötig macht.

    Viel Erfolg und vielleicht bis bald in Stockholm!

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  3. Mit Tromsø habe Ihr aber eine wirklich schöne Stadt erwischt, in der man sich sehr wohl fühlen kann. Da ist es bestimmt nicht so kalt wie heute morgen in Skelleftehamn (-27 °C) und vor der Mørketid kommt ja erst einmal Frühling und Sommer.

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