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Mittwoch, 15. Oktober 2008

Mobilitätsgarantie bei Audi

Mein Start am Montag hier zuhause verlief alles andere als Problemlos. Ich kam hier ungefähr gegen 15 Uhr an und wollte gegen 16:30 Uhr mit dem Audi losfahren meine beiden Meerschweinchen Nimmy und Nemo abzuholen. Die warteten in einer neuen Tierpension in Handen auf mich.

Ich rief dort also an und sagte bescheid, dass ich mich nun auf den Weg machen würde. Ich gehe in die Garage und drücke den Knopf „Öffnen“. Komisch, die Alarmanlage piept gar nicht. Naja, der Audi sponn schon vor unserer Reise leider ein bißchen. Also rein ins Auto, Schlüssel rein und ....

Statt des gewohnten Geräusches kam nur ein „ticktickticktick“. Oh nein. Noch ein Versuch, diesmal mit Gas drücken. Nichts, außer dieses blöde Geräusch. Was nun? Alles wieder zu und ab ins Haus. Erstmal Reik anrufen, schließlich könnte er als Mann eine Idee haben. Er sagte, es ist bestimmt die Batterie. Clever, aber nicht hilfreich, denn ohne Auto kann ich Nimmy und Nemo nicht abholen.

Also musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich rief bei Audi Stockholm an, denn wir haben ja eine Mobilitätsgarantie. Ich hatte einen Mitarbeiter am Telefon, der weder Deutsch noch richtig Englisch konnte. Er erklärte mir aber, dass mich gleich einer anruft, der Deutsch kann. Es rief wirklich einer nach rund 30 Minuten an, der konnte aber nur etwas Englisch. Er gab mir dann eine Nummer von einer Werkstatt, die unseren Audi gleich abholen würde, ohne auch nur einen Blick drauf zu werfen.

Etwas fertig mit den Nerven, weil meine Meerschweinchen ja immer noch in der Tierpension warteten und heute noch abgeholt werden mussten, wußte ich erstmal nicht was ich tun sollte. Wenn sie den Audi gleich abgeholt hätten, dann stünden wir ohne Auto da. Nicht unmöglich in Schweden, aber schlecht.

Gut, also ich wollte da nicht anrufen und den Audi abholen lassen. Also rief in Deutschland bei der Mobilitätsgarantie-Nummer an. Hierfür braucht man eine Menge Angaben, wie Kilometerstand, wann der letzte Service war und vieles mehr. Nach allen diesen Angaben, die ich der netten Frau in Deutschland am Telefon durchgab, sagte sie dass sie den Auftrag nun nach Schweden durchgibt und sich gleich jemand bei mir meldet.

Ungeduldig tigerte ich dann durchs Haus und wartete auf den ersehnten Anruf. Nach etwa 45 Minuten klingelte das Telefon und ein junger Mann erklärte mir, dass er bereits auf dem Parkplatz stehe. Uff, nun muss alles schnell gehen. Anziehen und raus. Ein großer Abschleppwagen steht ja. Hoffentlich nimmt er den Audi nicht mit. Er fuhr dann vor die Garage und schaute sich den Audi an. Ergebnis: Die Batterie! Nach der Starthilfe füllte er dann den Papierkram aus. Der Audi lief und lief. Eine halbe Stunde sollte ich dann noch rumfahren.

Ich sollte dann etwa 1200 Schwedische Kronen bezahlen und die mir bei Audi Deutschland wiederholen. Da ich aber weder Bargeld hatte noch meine Karte zur Hand, musste er bei seiner Zentrale anrufen, die wiederum in Deutschland anriefen und dass alles mit dem Ergebnis, dass Audi Deutschland gleich zahlen konnte.

Reik tauchte dann kurz nachdem der große Abschlepper weg war auf und war sichtlich happy, dass ich alles klären konnte und der Audi nun wieder läuft. Wir fuhren dann die Meerschweinchen abholen und nachdem ich sie in den Käfig gesetzt hatte, wollten wir gleich einkaufen fahren.

Reik wartete vor der Tür im Auto auf mich, als das Telefon nochmal klingelte. Audi Deutschland! Sie wollten nur nochmal nachfragen ob sich schon jemand gemeldet hat. Sehr nett! Service lohnt sich also doch.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Der Herbst ist da

Gestern sind wir wieder gut und sicher in Stockholm Arlanda gelandet. Die Landung war etwas holprig, aber das Aufsetzen erste Sahne. Lob an den Piloten von Germanwings (hab leider seinen Namen vergessen). Zurück zum Thema, der Herbst ist da.

Auf Rhodos sah es alles andere als nach Herbst aus. 26 Grad und Sonne. Einfach nur herrlich. Sogar Schweden konnten wir in unserem Hotel entdecken. In Deutschland ist der Herbst ebenfalls schon eingezogen, aber man bekommt die ganze Wucht und Schönheit in Berlin einfach nicht so zu spüren.

Als ich mich dann gestern vom Flughafen auf den Weg nach Hause mit Bus und Bahn machte, war ich begeistert. Die Baume gelb und rot und einfach nur wunderschön im gesamten Eindruck. Wenn dann noch die Sonne rauskommt, dann leuchtet alles auch noch so toll. Ich bin begeistert.

Reik fliegt ja am Samstag schon weiter nach Nashville und wird den Zauber des schwedischen Herbstes hoffentlich genießen können, wenn er wieder da ist.

Für alle die es noch interessiert, unser Urlaub auf Rhodos war toll. Wir hatten wir viel Spaß und sind auch ziemlich erholt. Es ist also zu empfehlen.

Wie man an den Bildern aber erkennen kann, ist Rhodos nicht mit Schweden und auch nicht umgekehrt zu vergleichen. Wo es am schönsten ist, muss jeder für sich selber entscheiden :).

Freitag, 12. September 2008

Günstiger Notebook


Seit gestern bin ich stolzer Besitzer eines neuen Notebooks. Das erste Mal das ich Computer Hardware in Schweden gekauft habe. Der alte Laptop hat nach mehr als 3 Jahren seine Schuldigkeit getan. Beim Computer Store PC-City gibt es gerade ein sehr günstiges Notebook von Packard Bell. Das Packard Bell ENMX37U703NCD wird mit Windows Vista, 360 GB Festplatte, 4 GB Ram und 1,86Ghz Core Duo Prozessor verkauft. Der Preis beträgt lediglich 4.990 SEK, also rund 500 Euro. Wenn man in Deutschland nach Notebooks mit 4GB Arbeitsspeicher sucht, geht es erst bei 750 Euro los. Das Hardware in Schweden preiswerter ist als in Deutschland, ist eigentlich eher die Ausnahme. Immerhin liegt die Mehrwertsteuer hier bei 25%.

Okay der Prozessor ist diesem Packard Bell nicht der allerneuste Standard und die Grafikkarte ist auch nicht für Games geeignet, aber das Teil ist der perfekte Computer zum Arbeiten. Mir kam es vor allem auf die 4GB Arbeitsspeicher an, die zum Entwickeln mit Eclipse und IntelliJ hilfreich sind.

Wegen des guten Preises, war der Ansturm von Kaufwilligen gestern Abend in der einzigen PC City Butik in Nacka entsprechend gross. Der Vorführ-Laptop wurde gerade zu belagert. Während wir im Laden waren, nahmen gleich noch ein paar andere Kunden ein Gerät mit. Auf der Webseite von PC City ist der Laptop bereits heute als ausverkauft markiert. Man kann ihn aber noch über die Webseite zum gleichen Preis bestellen oder in einer der anderen PC City Filialen in Schweden kaufen.

Montag, 8. September 2008

Darf ich vorstellen...

... Boston. Nein, Boston ist nicht unser neuer Hund.



Aber mal von Anfang. Ich suche ja immer nach Möglichkeiten mir etwas Geld dazuzuverdienen und da kam uns die Idee, Hundesitting. Die kostenlose Zeitung hatte auch grad einen Artikel mit ein paar Internetseiten ausgestellt, wo man sich etwas dazuverdienen kann.


Da gab es auch die Internetseite „Grannar.se“. Hier schaute ich mich um. Neben den Bereich Hundvakt wird auch in den Bereichen Barnvakt (Kinderbetreuung), Service und Handwerker gesucht. Private Annoncen auf die man sich nach einer kostenlosen Anmeldung bewerben kann.

Dies tat ich bei ein paar Hunden hier in der Nähe. Die Resonanz war eher nüchtern.

Dann am letzten Mittwoch kamen wir von der Schule nach Hause. Vorne bei den Garangen hängt so ein schwarzes Brett und daran hing ein Zettel.

Hundvakt sökes

Hej, vi behöver någon som vill vara Dagmatte till vår 7 månaders Papillon-Blandis. Han är en underbar liten Kille som behöver Sällskap & Promenader. Ring gärna för mer Info.

Für alle die die kein Schwedisch können: Sie suchen jemanden für ihren 7 Monate alten Papillon-Blandis. Er ist ein wunderbarer kleiner Kerl der Gesellschaft und Spaziergänge braucht.

Also nahm ich gleich am Donnerstag früh meinen ganzen Mut zusammen und rief die Nummer an. Am anderen Ende meldete sich eine junge Frau, die mir gleich mitteilte, dass sie kein Englisch spricht. Uff, also auf schwedisch. Sie erzählte und erzählte und alles hab ich nicht verstanden, aber vieles und so konnte ich mir meinen Reim drauf machen.

Sie kam jedenfalls gleich mal vorbei um mir Boston vorzustellen und mich kennen zu lernen. Wir redeten kurz und vereinbarten dann, dass wir eine Probewoche starten. Ich sollte ihn gleich Freitag abholen.

Also brachte ich sie nach Hause um zu sehen, wo ich denn genau hin muss. Freitag pünktlich wie vereinbart stand ich dann vor der Tür um Boston abzuholen. Er kam ohne Probleme mit und wir hatten einen schönen Tag.

Heute war er wieder da und wir haben einen langen Spaziergang im Wald gemacht. Es ist eine tolle Ablenkung und es macht Spaß. Da ich ja wegen der Vermieterin keinen eigenen Hund haben kann, ist Boston eine gute Alternative. Es bringt kein Vermögen ein, aber ich mag meinen neuen
Nebenverdienst schon jetzt sehr.

Samstag, 6. September 2008

Oktoberstress

Der Oktober droht ein echt "stressiger" Monat zu werden. Zunächst habe ich eine mündliche Prüfung an der Fernuni in Hagen. Dafür fliegen wir extra von Stockholm Skavsta nach Düsseldorf um dann mit dem Mietwagen nach Hagen und anschließend nach Berlin zu fahren. Nur ein paar Tage später geht es für eine Woche Urlaub nach Rhodos. Von dort zurück nach Berlin und weiter nach Stockholm. Nur ein paar Tage später heißt es wieder Aufbruch, diesmal in Richtung USA. Meine Firma schickt einige Mitarbeiter auf eine Konferenz für objektorientierte Programmierung nach Nashville, Tennessee. Ich bin einer der Glücklichen die mit fliegen dürfen.

Damit geht irgendwo ein geheimer Wunsch von mir in Erfüllung, beruflich ins Ausland geschickt zu werden und jemanden zu haben der Flug, Hotel und Eintritt bezahlt. Da es von Stockholm aus keinen Direktflug nach Nashville gibt, werden wir sicherlich über New York oder Chicago fliegen. Zählt man alles zusammen, ist das unangefochten der Monat mit den meisten Flügen für mich bisher. Grafisch sieht das ungefähr so aus: Stockholm-Düsseldorf-Berlin-Rhodos-Berlin-Stockholm-NY/Chicago-Nashville-NY/Chicago-Stockholm.

All work and all play














Seit dieser Woche ziert ein überdimensional fettes Banner unser Bürogebäude. Wenn ihr also in Stockholm an der Centralen aussteigt und den Ausgang Klarabergsviadukten nehmt, wendet Euren Blick nach Links. Das Banner ist geschätzte 50 mal 5 Meter und trägt die Aufschrift „All work and all play“. Darunter, auf dem Bild leider nicht gut erkennbar noch irgendwas Schwedisches darüber wie cool es ist bei Schwedens größtem Online Gaming Anbieter zu arbeiten. Ob die Aktion den gewünschten Erfolg hat und sich aufgrund des Banners viele neue Talente bei uns bewerben, wird sich zeigen. Auffällig ist das Banner allemal. Arschkarte haben leider die Leute, die ihren tollen Fensterplatz mit Blick auf den Bahnhof nun gegen einen Platz hinter dem Banner tauschen mussten. Nicht das man nicht von innen durch das Banner blicken könnte, allerdings sieht es jetzt draussen immer so aus als ob gleich ein Gewitter losgehen würde.

In und um Stockholm ist der Bedarf an guten IT-Fachkräften, vor allem mit Berufserfahrung, immer noch unverändert hoch. Nicht nur bei uns sind aktuell 23 Positionen offen, auch andere Unternehmen aus Stockholm suchen Mitarbeiter. Obwohl wir bei Bwin im Bereich Entwicklung viele Bewerbungen bekommen, sind die wenigsten davon viel versprechend. Ein Kollege von mir, der die Programmiertests durch sieht, sortiert bereits 40 bis 50 Prozent der Kandidaten aus, die nicht einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden.

Freitag, 29. August 2008

Eriksdalsbadet

Heute war es dann endlich mal soweit, ich bin ins Eriksdalsbadet gegangen. Während Reik schon öfter da war, war es für mich das erste Mal. Ich bin keine super Wasserratte, im Gegensatz zu Reik, aber schwimmen ist ja schließlich auch Sport.

Während Reik also den Fitnessgerätebereich unsicher machte, machte ich mich auf den Weg ins Wasser. Das Eriksdalbadet ist groß und vom Schwimmbecken unten konnte man oben die Fleißigen auf den Laufgeräten sehen.

In schwedischen Schwimmhallen gibt es ja immer einen Bereich, der für die Schwimmer abgetrennt ist. Hier schwimmt man im Kreis. So auch heute. Leider war es etwas voller und manche schwimmen eben sehr langsam. So hängt man mitten im Becken (es waren 3-4 Bahnen abgetrennt) hinter irgendjemand im „Stau“.

Wer mich kennt, der weiß, ich bin nicht die geduldigste Person und sowas macht mich schon schnell unruhig. Aber naja, man kann diesem „Stau“ aus dem Weg gehen in dem man immer die Lücken abpasst und dann erst schwimmt. Klappt nicht immer, aber meistens. Dann waren da aber auch Kinder, die vom Beckenrand immer ins Wasser springen mussten. Macht mir eigentlich nicht wirklich was, aber heute war es dafür einfach zu voll.

Neben dem abgetrennten Bereich gibt es auch eine „Snabbban“. Meisten nur eine Bahn für alle Schnellschwimmer. Also Krauler oder so. Lahmis wie ich haben dort nichts zu suchen.

Auf den restlichen Bahnen hat heute die Polzei trainiert. Wie aufregend. Kraueln und all sowas konnte ich beobachten. Sie hatten zwei Trainer mit Trillerpfeifen.

Dann gibt es im Eriksdalsbadet auch noch ein Adventurebecken, welches ich natürlich auch austesten musste. Im Gegensatz zu dem normalen Schwimmbecken war dieses Becken super warm. Tat ganz gut, denn es war mir etwas kalt.

Hier gab es (ich glaube) zwei Rutschen und jede Menge zu entdecken. Für Kinder jedenfalls. Wer also Kinder hat, der ist hier genau richtig. Man kann auch nach Außen schwimmen, wo sich noch ein kleines Becken befindet.

Im Großen und Ganzen will ich wieder ins Eriksdalbadet. Es ist schön groß und sauber, was man über manch anderes Stockholmer Schwimmbad nicht behaupten kann. Und zu Stoßzeiten sind alle Schwimmhallen voll.

Der Eintritt war mit 75 Schwedischen Kronen für 3 Stunden auch ganz erträglich.