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Montag, 18. Oktober 2010

Fahrkartenkontrolle umgekehrt

Schweden ist bis jetzt das einzige Land das ich kenne, in dem die Fahrkarten auch beim Aussteigen kontrolliert werden. Das passiert mir in letzter Zeit immer öfter an der Centralen, so auch heute morgen. Ich komme fast täglich unten auf dem Gleis mit dem Pendeltåg an. Die netten Herren mit dem Kartenleser, stehen oben am Ausgang vor den Plexiglas-Barrieren, dort wo man normalerweise reingeht und lassen sich von jedem der raus will die Fahrkarte zeigen.

Mir ist noch nicht ganz klar was das bringen soll. Die Kontrolleure sind erstens nicht zivil gekleidet und zweitens ist es sofort offensichtlich, dass eine Kontrolle stattfindet. Wenn ich Schwarzfahrer wäre, würde ich einfach wieder zu den Gleisen runter gehen und mit dem nächsten Zug eine Station weiter fahren. Wäre dann zwar ärgerlich aber immer noch besser als Strafe zu zahlen. Im Endeffekt kann die Kontrolle am Ausgang nicht mehr als eine erzieherische Massnahme sein. Wirklich kriegen kann man Schwarzfahrer damit nicht denke ich. Der Schwarzfahrer müsste ja selbst pro-aktiv auf den Kontrolleur zugehen und sich quasi selbst anzeigen.

Gerade im Pendeltåg gibt es einige Mitfahrer ohne gültiges Ticket, denke ich. Es gibt noch zu viele Stationen, z.B. Skogås, wo man ohne gültige Fahrkarte auf den Bahnsteig und in den Zug kommen kann. Eine Kontrolle im Zug selbst, habe ich in fast drei Jahren Stockholm bisher nur ein einziges Mal erlebt.

Kommentare:

  1. In Amsterdam gibt es ebenfalls Kontrollen beim Aussteigen aus Bus und Bahn. Dort hat man nur noch elektronische Fahrkarten, die man sowohl beim Einstieg an den Pieper hält als auch beim Ausstieg.
    Vergisst man die Karte beim Ausstieg an den Pieper zu halten, kann das böse enden. Denn nach einer gewissen Zeit wird die Karte gesperrt.

    Denn Sinn habe ich nicht finden können.

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  2. In Japan (zumindest Tokyo und Yokohama) wird auch im Nachhinein kontrolliert. Die Kontrolle läuft dort aber über Drehkreuze. Ohne gültigen Fahrschein hat man dort keine Chance rauszukommen. Hintergrund ist dass man Tickets nach Zonen bzw. Entfernung zur Zielstation kauft. Am Ausgang wird dann kontrolliert dass man nicht weiter gefahren ist als man bezahlt hat. Sollte man sich aber doch mal vertan haben gibt es "Ausgleichautomaten" an denen man die Differenz nachzahlen kann und im Gegenzug freigelassen wird.

    Man darf also nicht schummeln, aber wenn doch ist's auch nicht schlimm. Vermutlich ist der reine Zeitverlust von einigen Minuten schon Strafe genug.

    Der Einlass in die U-Bahn ist übrigens auch ans Ticket geknüpft.

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